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lastauto omnibus bus & coach SONDERAUSGABE

digkeiten hin, er geht auch haushälterisch mit dem Kraftstoff um. Knapp über 50 Liter pro 100 km plus einen Schluck Adblue sind ein prima Wert auf der Stuttgarter Referenzstrecke namens Linie 42. Damit ordnet sich der MAN mit gerin- gem Abstand hinter dem Branchenprimus Mer- cedes Citaro ein. Und der ist jung, steckt voller hochmoderner Spritspartechnik und wiegt rund eine halbe Tonne weniger. Die rund 3.000 Euro Mehrpreis für den starken Motor im Vergleich zu 206 kW (280 PS) sind bei fordernden Einsät- zen also gut angelegtes Geld – der lila lackierte Motor gönnt sich keine lila Pause. Trotzdem muss der MAN seinen Jahren Tri- but zollen: 82 Fahrgastplätze sind selbst für ei- nen Stadtbus im Vollformat mit Klimaanlage und großem Motor wenig. Die lästigen Pfunde der angejahrten Konstruktion drücken die Bilanz, das rettet auch die gewichtsoptimierte Klima- anlage nicht. Auch agiert MAN trotz intensiver Erprobung zum Start von Euro 6 sehr vorsich- tig: 45.000 Kilometer als Ölwechselintervall sind knapp bemessen, für einen jährlichen Wechsel bei üblicher Laufleistung zu wenig. Dazu hält sich MAN in Sachen Wartungsintervall des Par- tikelfilters zurzeit noch bedeckt. Der Bus trumpft mit anderen Vorzügen auf. So zählt er aufgrund seiner langen Laufzeit mit Sicher- heit nicht zu den teuersten Angeboten der Bran- che, er muss keine hohen Entwicklungskosten mehr verdienen. Gleichzeitig hat MAN ihn be- hutsam modernisiert. So ist die Seitenwand jetzt reparaturfreundlich segmentiert, dahinter steckt nun ein per KTL gegen Rost geschütztes Gerip- pe. Fein ist auch der einfache und damit war- tungsfreundliche Zugang zu Scheinwerfern und Waschanlagenbehälter vorn. Hinten sind die we- sentlichen Servicepunkte gut erreichbar und lie- gen in bequemer Arbeitshöhe. Die Einzelkam- mer-Rückleuchten sind nicht besonders schön, aber reparaturfreundlich. Gleiches gilt für den geteilten Heckstoßfänger. Die Frontbox ist seit- lich unter dem Fahrerpodest zugänglich. Und die Füllstutzen für Diesel und Adblue liegen un- mittelbar übereinander. Den Fahrerplatz verkauft MAN serienmäßig mit dem eigenen Cockpit, der sogenannten Pille. Es sieht luftig und leicht aus, die sechs Rundins­ trumente des standardisierten Einsatzes sind pri- ma abzulesen. Indes verdeckt der Lenkradkranz so manche Taste. Für Stammfahrer kein Problem, auch steht alternativ das bekannte VDV-Cockpit zur Verfügung. Die Fahrertür öffnet nach alter Sitte hinten. Dahinter gibt es genug Ablagen für die großen und kleinen Dinge des täglichen Be- darfs. Typisch MAN: Große Fahrer können das Spiegelglas oben rechts nur zum Teil einsehen. Links hindert der hängend neben der A-Säule angebrachte Spiegel mitunter den Blick beim Ab- biegen. Andererseits gibt sein zusätzliches Weit- winkelfeld eine weite Perspektive, wichtig beim Kreuzen von Fahrspuren. ▸ 1 Serienmäßig baut MAN die Pille ein, den eigenen Armaturenträger. Auf Wunsch gibt es das VDV-Cockpit. 2 Zusammen mit einer neuen Elektrik hat der Lion’s City neue Schalter bekommen. Typisch MAN: der Drehschalter fürs Getriebe. 3 Der Außenspiegel links schränkt zwar die Sicht beim Abbiegen ein, verfügt indes über ein praktisches Weitwinkelglas. 1 Die Einfüllstutzen für Diesel und Adblue sitzen auf der rech- ten Seite unmittelbar übereinander. 2 Der liegende lila Mo- tor kennt keine lila Pause, er ist ein ech- ter Kraftprotz und auch komfortabel. 432 2 1 1 lastauto omnibus 12/2013

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