Setra Comfort-Class 500: Der Luftwiderstand vor allem bestimmt den Dieselverbrauch eines Reisebusses. Rund um die Aerodynamik haben die Entwickler Wind gemacht. D ie Aerodynamik ist beim Reisebus der neue Treiber“, ist sich Martin Zeilinger sicher. Der Versuchsleiter Daimler Buses nennt für die neue Setra Comfort-Class 500 einen cW -Wert von 0,33, „für ein Nutzfahrzeug sensationell“. Nun ist der Luftwiderstandsbeiwert (cW ) nur die halbe Miete, die Luftwiderstandsfläche (A) eben- so wichtig. Hier hat die Comfort-Class zugelegt, der Hochdecker ragt höher auf als das Vorgän- germodell. Entscheidend ist der Luftwiderstand, gerechnet cW mal A. Bei diesem Wert liege der neue Setra 20 Prozent günstiger als das Vorgän- germodell, erläutert Projektleiter Thomas Fricke. Die gewölbte Windschutzscheibe des neuen Setra etwa ist ein Kunstwerk in Glas. Sie ist flä- chenbündig eingeklebt, nirgends verhakt sich der Wind. Das Dach ist vorn abgesenkt, Regen- leisten sind integriert, das Fahrerfenster ist flä- chenbündig eingelassen. Die Spiegelarme haben die Form eines Blatts und die Scheibenwischer kommen ohne Bügel aus. Hinten sind die Wände eingezogen und zeigen eine Abrisskante. Dieser Setra huscht durch den Wind. Vorteil: Egal wie sparsam der Fahrer fährt, wie gut die Technik gewartet ist, wie die Reifen rollen – Aerodyna- mik spart serienmäßig ein Omnibusleben lang. Dabei haben es die Entwickler indes nicht be- lassen. Rund zwölf Prozent der Kraftstoffkosten sind beim Reisebus auf Nebenverbraucher zu- rückzuführen, nichts wie ran. Mit Euro 6 geht Text: Randolf Unruh | Fotos: daimler Die prägnanten Arme der Außenspiegel zeigen aerodynamische Feinarbeit im Detail. Ein dezen- ter Einzug sowie eine Abrisskante kennzeich- nen das neue Heck. Viel WindGemacht Der neue Setra flutscht mit gewölbter Scheibe durch den Wind. lastauto omnibus 1-2/2013 [ 20 ] spezial | Verbrauchsvergleich – Setra Comfort-Class