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lastauto omnibus bus & coach SONDERAUSGABE

Anzeige generell gibt sich das Fahrwerk kul- tiviert. Darüber hinaus spielen die Lenkung – eine ZF-Lizenz – und die Vorderachse mit Einzelradaufhän- gung prima zusammen. Der Bus re- agiert auf Lenkbewegungen sensi- bel, aber nicht nervös. Lob verdient sich trotz des stehenden Pedals die Bremse: Sie spricht weich und gut dosierbar an. Das mögen Fahrer und Fahrgäste. Der Chauffeur des Temsa nimmt auf einem anständigen Isri-Sitz Platz. Drumherum findet er trotz der kompakten Bauweise reichlich Raum. Nur über eine Kabine wird man je nach Einsatzort nachdenken müssen. Der Testwagen, ein frühes Exemplar, ließ außerdem Raum für Verbesserungen: schlichte Kunst- stoff-Verkleidungen mit etwas willkürlicher Verarbeitung, feh- lende Ablagen für Kleinkram und Getränke, kein Platz für die große Fahrertasche, kein Kleiderbügel, ei- ne improvisierte Stromversorgung des beheizten Schiebefensters, nicht rastendes Rollo der Seitenscheibe – vieles steht bereits auf der Wunsch- liste von Temsa Deutschland. Die Instrumententafel ähnelt dem Reise-Midi. Sie setzt sich aus gut ablesbaren Uhren und etwas unübersichtlichen, da verwechs- lungsanfälligen Schalterkolonnen zusammen. Fahrgäste betreten den Temsa vorn durch eine einflügelige, in der Mitte durch eine doppelte Innen- schwenktür. Per Kneeling kommt der Bus den Fahrgästen entgegen. Typisch für einen LE ist der Innen- raum vorn ähnlich einer Kathedra- le. Das Interieur ist sachlich schlicht, aufgehübscht mit einem munteren Bodenbelag und einer schimmern- den Lochdecke, flankiert von zwei Leuchtenbändern. Vorn nimmt man auf Podesten Platz. Vor der Hinterachse geht es zwei Stufen hinauf in den aufge- räumten Fond. Vorteil des Vierzy- linders: Er ragt nicht weit ins Heck, nimmt nur wenig Platz weg. Die Einzelsitze basieren auf einfachen Kunststoffschalen türkischer Her- kunft, beim Testwagen verziert durch einen hochwertigen, silbrig glänzenden Stoff Marke Schöpf. Oben braust hinter den Dach- klappen die Luft der Klimaanlage, unten pustet kraftvoll eine Hand- voll Gebläseheizkörper. Die Serien- ausstattung ist üppig: Klimaanlage, Doppelverglasung, Zielschildanla- ge – Temsa liefert den Kleinen als Komplettpaket für 140.000 Euro. Temsa fühlt sich mit dem MD 9 LE in dessen Marktlücke nicht etwa einsam, sondern pudelwohl. „Wir haben ein echtes Nischenseg- ment erwischt“, freut sich ­Metin Ataman. Die schwere Rolle des ­Importeurs, auf einmal fällt sie ihm viel leichter. ■ sich prima. Die kleinen Räder in- des hoppeln durch Schlaglöcher und über Unebenheiten. Aufgrund des kurzen Überhangs schwingt der Kurze die Stöße nicht wie ein Gro- ßer aus. Dazu schränkt der Rad- stand den Geradeauslauf ein. Doch das ist Leiden auf hohem Niveau, Funktioneller Innenraum, einfache Schalen, hochwertiger Bezug. Sportlich: separate Taste zum Start des kompakten Heckmotors. Schlichtes Heck des LE-Midi mit munterer LED-Beleuchtung. Blick in den Fond: sachlich, schlichte Optik, hübscher Bodenbelag. lastauto omnibus 6/2013 fahrzeuge | Temsa MD 9 LE [ 67 ]

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