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lastauto omnibus bus & coach SONDERAUSGABE

kein Bus für lange Strecken mit E-Antrieb. Auch droht dem Akku bei anspruchsvollen Strecken die Puste auszugehen – die Kraftkur für den klei- nen Diesel hat ihren Grund. Und es gibt einen zweiten Anlass. Bisher setz- te Volvo allein auf einen zweiachsigen Solo-­ Hybridbus. Doch für Erfolge auf den typischen hochfrequentierten Innenstadtstrecken eines Hy- briden muss ein Gelenkbus her. Für dessen Hyb- ridisierung reicht das eher milde Antriebspaket des Solowagens nicht aus. Zum unveränderten Diesel gesellt sich beim Gelenkbus folgerichtig ein Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 150 kW und 1.200 Nm Drehmoment sowie ei- ne verdoppelte Batterie mit 2,4 kWh Kapazität. Zu den Selbstverständlichkeiten eines elek- trischen Antriebs gehört die Rekuperation, die Rückgewinnung der Bremsenergie. Neu ist ei- ne Klimaanlage mit 600 Volt, sie verspricht Hochleistung auch in anspruchsvollen Regio- nen. Nicht selbstverständlich ist beim Parallel­ hybriden die Start-Stopp-Technik. Beim Volvo funktioniert dies dank elektrisch angetriebener Verbraucher wie Türantrieb, Servolenkung und Luftpresser. Daher kann der Volvo jetzt rein elek- trisch anfahren. Ein Wandler setzt die 600-Volt- Antriebstechnik in 24-Volt-Bordstrom um. Und er kann wegen seiner Kombination aus kleinem Diesel, begrenzter Batteriekapazität für den Antrieb sowie dem neuen I-Start-System mit zwei kompakten Batterien für Bordstrom und zwei kleinen Starterakkus zahlreiche Fahrgäste befördern. Die Maximalzahl von 154 Passagie- ren des Gelenkbusses zum Beispiel entspricht der eines konventionellen Dieselbusses. Darüber hinaus trumpft Volvo erneut mit erstaunlichen Verbrauchskennzahlen auf: Der Solo-Hybridbus soll im Vergleich zum konven­ Harte Zeiten Schweres Fahrwasser für die Busbranche: Rote Zahlen in Bilanzen sind an der Tages- ordnung. Die Folge sind Arbeitsplatzabbau, Standortverlagerungen, Pleiten. Volvo bleibt nicht verschont: 2012 haben die Schweden bei sinkenden Lieferungen und Umsätzen einen Minigewinn von umgerechnet sechs Millionen Euro erwirtschaftet, 0,3 Prozent des Umsatzes von 2,4 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2013 ist der Umsatz um ein Drittel eingebrochen, Ergebnis waren zehn Millionen Euro Verlust. Folge: Volvo schließt sein Werk in Säffle/Schweden mit fast 400 Mitarbeitern, alle Komplettbusse kommen künftig aus Breslau/Wroclaw in Polen. Platz und Gewichtsreserven für bis zu 154 Fahrgäste: der neue Hybrid-Gelenkbus. Volvo verfeinert seinen Hybrid- antrieb und baut ihn Schritt für Schritt aus. lastauto omnibus 7/2013 Fahrzeuge | Busse von Volvo [ 75 ]

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