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lastauto omnibus bus & coach SONDERAUSGABE

gut, stromsparende LED-Leuchten erhellen den Fahrgastraum. Der Blick nach vorn ruht wohl- gefällig auf der geschmackvollen Frontkuppel. Ein Stockwerk tiefer hat der Fahrerplatz seine Besonderheiten. Die Armaturen sind eingebettet in ein elegantes Rundbogen-Cockpit. Anfangs in Schokobraun gehüllt, wählt die Mehrzahl der Käufer Anthrazit. Die Schalter in der Mittelkon- sole wirken zunächst ungeordnet, beim näheren Hinsehen erschließt sich die Verteilung. Über die ungewohnte Actia-Audioanlage lässt sich disku- tieren, nicht über die sinnfällige Bedienung von Heizung und Lüftung. Linker Hand ergießen sich Blindschalter, daneben stoßen an der A-Säu- le diverse Materialien zusammen – Kleinigkei- ten, ebenso wie die Abdeckungen der Schrau- benköpfe an den Verkleidungen. Ablagen gibt es genug, nur möge man bei Gelegenheit das gro- ße Fach unter der Fensterbrüstung überarbei- ten: Zugang und die scharfkantige Blende stören. Wichtiger: Zwar ist der Zugang zum Arbeits- platz des Steuermanns nicht üppig, doch rund um den Sitz ist viel Platz. Der linke Fuß ruht be- Wegen des knappen Überhangs ist der Ein- stieg vorn nicht üppig. Hinten wiederum zie- hen Riesen den Kopf ein. Als Haltegriffe die- nen Stahlrohre, handfreundlich mit Kunststoff ummantelt. Drinnen wirkt der Viseon großzü- gig, dank ebenem Fußboden, großer Stehhöhe und einer hellen Decke mit Glasluken. Nur die vielen Halterungen der Gepäckablagen stören das ebenmäßige Bild. Augenmerk verdient die Glaskuppel im Heck, fast ein Wintergarten. Bei Aufteilung mit Hecktoilette und großer Küche tut sie besonders gute Dienste, der Service kann schalten und walten. Die Einbauten hat Viseon in feine Nadelstreifen eingekleidet, die Küche brilliert mit einer Haltestange mit integrierter Beleuchtung. Doch so angenehm hinten der be- queme Zugang zum stillen Örtchen ist – 1,8 Me- ter Stehhöhe im Viseon sind ein Foul. Ursache: Die Marke verwendet eine Standardkabine, die auch an einem Mitteleinstieg verwendet wird. Knapp bemessen sind ebenfalls die Gepäck- ablagen. Doch sonst fühlt man sich wohl: Die Be- lüftung ohne Düsen arbeitet zugfrei, die Sicht ist Griffbereite Technik vorn links, dahinter links und rechts Platz fürs Fahrergepäck. Ein Traum von einem Gepäckraum: großflächig und von beiden Seiten bestens zugänglich. Hinzu kommen zahlreiche Zusatzfächer. E-Fach ordentlich vorn im Gepäckraum. Luftiges, elegant gewölbtes Cockpit. Fahrwerk, Getriebe und Bremsen komfortabel abgestimmt. sätzliches Segment, zu sehen an Kofferklappen und Fenstern. Die Klappen und Scheiben sind links wie rechts identisch. Auch hinter dem Plus von 22 Zentimeter Höhe des HD steckt eine Idee. Viseon hat nicht den Gepäckraum erhöht, son- dern den Fahrgastraum. Podeste und Fenster- brüstung sind identisch geblieben, aber Fens- ter, Dach und Mittelgang angehoben. Das schmückende V in der Fensterlinie ist hier aufgrund der Höhe weniger prägnant. Aber das Dreieck mit der Typenbezeichnung sticht heraus. Ein Gedicht ist der vielleicht schönste Rücken der Reisebuswelt mit geschwungenen Leuchten, gebogenem Heckfenster und der Vi- seon-Schwinge als Abschluss der Motorklappe. Alles eingerahmt von kräftigen Ecksäulen. Sie laufen als Anhebung ins Dach hinein, enthal- ten Leitungen, verbergen Aufbauten – ein gelun- gener Schachzug. Bei Sonnenstrahlen ließ der dunkle Lack des Testwagens oben leichte Wel- len sichtbar werden – ein kleiner Schönheitsfeh- ler am generell gut verarbeiteten Bus. Zu seinen Raffinessen gehören Leichtbauböden: Sie basie- ren auf einer Wabenstruktur aus wiederverwer- tetem Kunststoff. Das spart 120 Kilo pro Bus, für gewichtsempfindliche Zweiachser ein Wort. Wer rundum die Klappen öffnet, entdeckt den riesigen und bestens zugänglichen Gepäck- raum. Stauen bereitet geradezu Vergnügen. Auf- grund der enormen Fläche empfiehlt sich ein Teppich, um rutschende Koffer zu vermeiden. Ein Kasten an der Stirnwand enthält die Elekt- rik. Nur von innen zugänglich sind vier Fächer über den Achsen, typische Vorratsräume. Wer Hubklappen wählt, sollte die dann leicht einge- schränkte Öffnung durch die Dämpfer beachten. Vorne links gucken aufgeräumt Batterieschlit- ten, Stromanschluss und Waschwasserbehälter heraus. Ein Segment weiter nehmen links wie rechts Stauräume das Fahrergepäck auf, verste- cken sich die Verbandskästen. Und dann wäre hinten links noch das Werkzeugfach. So wird man Fahrers Freund. lastauto omnibus 1-2/2013

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