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lastauto omnibus bus & coach SONDERAUSGABE

Indes müssen sich Busfahrer im dreifarbigen Futura-Cockpit umstellen, die Aufteilung ver- lässt gewohnte Pfade. Beginnend mit dem Zünd- schloss versammeln sich nahezu alle fürs Fahren notwendigen Bedienelemente linker Hand, auch das schlecht sichtbare Bedientableau der Klima- tisierung. Rechts in der Mittelkonsole reihen sich Taster für Türen und Innenbeleuchtung auf. Die Instrumente sind übersichtlich, das Lenk- rad wirkt altbacken – erst der Jahrgang 2014 wird zusammen mit Euro-6-Motoren eine Lenkradt- astatur und moderne Sicherheitstechnik wie Abstandsregler erhalten. Lenkstockhebel und Schalter stammen aus dem Großserienregal. Die Bewegungsfreiheit ist üppig, aber stämmige Fah- rer beschweren sich über die Engstelle vorbei am Schalthebel und dessen Konsole. Ablagen sind im direkten Umfeld dünn gesät – viele flache Fä- cher, aber weder voluminöse Behälter noch Platz für Papiere. Gut ist die Sicht dank der Spiegel und der seitlich gewölbten Frontscheibe. Weil sich das Cockpit aufwölbt, muss unmittelbar vor dem Bus der Außenspiegel helfen. Bei den Son- nenblenden haben die Entwickler mitgedacht – das Teil auf der Beifahrerseite stoppt beim Hin- unterfahren exakt oberhalb des Hauptspiegels. Am Begleiterplatz hat VDL jüngst Hand an- gelegt: Der Sitz ist einige Zentimeter höher an- geordnet, die Sitzfläche steht schräg. Trotzdem sitzt man wie Häschen in der Grube. Positiv fällt der große Fußraum auf. Der Futura-Lenker gebietet über einen an- sehnlichen Antrieb. Der kraftvolle DAF MX zeigt straffe Muskeln, hat viel Kraft im Hauptfahr­ bereich, tritt dort wuchtig an. Der Klang ähnelt einem Donnergrollen, man hört und spürt die Kraft – je nach Last gibt es im Heck leichte Vib- rationen, die Geräuschkulisse liegt etwas hoch. Auch vorne rauscht der Wind ums Gebälk. Das vollautomatisierte Zwölfganggetriebe ZF AS- Tronic ist bestens bekannt und hier gut abge- stimmt: Zuverlässig greift sich das Getriebe zum Anfahren den dritten Gang, arbeitet sich bes nur Anfahr- und Rückwärtsgang mit Kriech- tempo zu. Je drei Spiegel links und rechts bieten perfekte Sicht. 14 Meter Länge – ganz normal. Und wirtschaftlicher als der beliebte 13-Meter- Dreiachser: Bei gleichem technischem Aufwand gibt’s mehr Sitze und Gepäckraum. Der lange Futura ist gleichzeitig ein Hingu- cker: Geschlitzte Scheinwerfer und Rückleuch- ten verleihen ihm Individualität. Diffusor-Optik hinten und die dunkle Blende vorne im Stoßfän- ger gießen einen Spritzer Sportlichkeit ins Er- scheinungsbild. Der wohlgeformte Rücken wirkt muskulös. Eine schwarze Blende verlängert die altbekannte gewölbte Windschutzscheibe nach unten, verkehrt die frühere Merkel-Optik mit heruntergezogenen Mundwinkeln in ein opti- mistisches Erscheinungsbild. VDL-Entwickler schätzen pragmatische Lösun- gen. Die Scheinwerfer schwenken mit einem schnellen Handgriff zum Lampenwechsel auf. Die Frontklappe des Reserverads ist gleichzeitig Plattform zum Scheibenputzen. Bug und Heck bestehen aus zähem, unverwüstlichem Kunst- stoff. Getankt wird links wie rechts, neben dem Einfüllstutzen ist Platz für Handschuhe und Lap- pen. Über den Hinterachsen warten flache, aber großflächige Staufächer auf Getränkepaletten und Vorräte. So wird man Fahrers Liebling. Mit vielen praktischen Details wie Ablagen und guten Spiegeln ist der Futura Fahrers Freund 1 Geräumiger Fahrerplatz mit beengtem Zugang und prächtigen Außenspiegeln. 2 Der Begleiter sitzt ein wenig tief, hat aber viel Fußraum. Kleiner Kühlboxdeckel. 3 Die Bedienung des Futura verlangt ein wenig Gewöhnung und das Steuer ist von gestern. Die mehrfarbige Optik dagegen attraktiv, der Monitor gut eingefügt. 1 Nette Idee: Platz für Handschuhe und Lappen hinter der Tankklappe. 2 Schlichte Gebläse- heizkörper, nebenan praktische Unterflur- staufächer. 3 Je drei Spiegelgläser links und rechts geben beste Sicht. 3 3 2 2 1 1 lastauto omnibus 4/2013

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